Für Eigentümer

Mehrfamilienhaus verkaufen

Ein Mehrfamilienhaus wird nicht nach Wohngefühl gekauft, sondern nach Rendite. Wer es verkaufen will, muss mit Zahlen argumentieren.

Kapitalanleger rechnen. Sie interessiert die Jahresnettokaltmiete, der Instandhaltungsstau, die Mieterstruktur und die Frage, wie weit die Mieten unter der ortsüblichen Vergleichsmiete liegen.

Ein Exposé, das nur Wohnfläche und Zimmerzahl nennt, erreicht diese Käufergruppe nicht.

Was in die Aufbereitung gehört

Eine Mieterliste mit Vertragsbeginn, Kaltmiete, Nebenkostenvorauszahlung und Kündigungsfristen. Dazu die tatsächlichen Bewirtschaftungskosten der letzten Jahre – nicht die kalkulierten.

Ehrlichkeit zahlt sich hier aus: Wer den Instandhaltungsstau verschweigt, verliert den Käufer spätestens bei dessen eigener Prüfung, und dann meist auch den Preis.

So gehe ich vor

Wertermittlung

Ich sehe mir die Immobilie vor Ort an und ermittle den Marktwert anhand anerkannter Verfahren und der tatsächlichen Verkaufspreise in der Region – nicht anhand von Angebotspreisen aus Portalen.

Unterlagen beschaffen

Grundbuchauszug, Flurkarte, Wohnflächenberechnung, Energieausweis: Ich fordere an, was fehlt, und prüfe, was vorhanden ist. Sie tragen nur die Amtsgebühren.

Vermarktung

Exposé, Fotos und Veröffentlichung auf den Portalen sowie hier auf der Website. Auf Wunsch auch diskret, ohne öffentliche Anzeige.

Besichtigungen

Ausschließlich Einzeltermine mit qualifizierten Interessenten, auf Wunsch komplett in Ihrer Abwesenheit. Sie bekommen nach jedem Termin eine Rückmeldung.

Finanzierungsnachweis

Bevor es zum Notar geht, verlange ich eine schriftliche Finanzierungsbestätigung einer Bank oder einen Eigenkapitalnachweis. Das verhindert geplatzte Kaufverträge.

Notartermin und Übergabe

Ich bereite den Kaufvertragsentwurf mit dem Notar vor, begleite den Termin und übergebe die Immobilie mit Protokoll und Zählerständen.

Diese Unterlagen werden gebraucht

Was fehlt, fordere ich bei den Ämtern an. Sie tragen dabei nur die tatsächlichen Gebühren, nicht meine Arbeitszeit.

  • Aktueller Grundbuchauszug
  • Mieterliste mit Konditionen und Laufzeiten
  • Nebenkostenabrechnungen der letzten drei Jahre
  • Nachweise über Instandhaltung und Modernisierung
  • Wohnflächenberechnung je Einheit
  • Energieausweis

Häufige Fragen

Lohnt es sich, vorher in Wohnungseigentum aufzuteilen?
Manchmal – der Verkauf einzelner Wohnungen erzielt in Summe oft mehr als der Verkauf im Ganzen. Die Aufteilung kostet aber Zeit und Geld: Abgeschlossenheitsbescheinigung, Teilungserklärung, Notar und Grundbuchamt. Ob sich das rechnet, hängt am Objekt.